Chucks

Die vielleicht einzigen Schuhe, die ohne Unterschied sowohl von Männern als auch von Frauen getragen werden ? was an sich schon bemerkenswert genug ist ? sind die Chucks beziehungsweise die Chuck Taylor All Star. Die Bezeichnung geht zurück auf den amerikanischen Basketball-Spieler und Converse Mitarbeiter Chuck Taylor (inzwischen werden Chucks von Nike hergestellt), der die nach ihm benannten Schuhe ab 1918 trug und bewarb. Wirklich bekannt wurde sein Schuhwerk jedoch erst, als das US-Basketball Team (in den Schuhen) anlässlich den Olympischen Spielen 1936 die Goldmedaille gewann.

Chucks werden aus einer Gummisohlen, einer Gummikappe, welche die Zehen bedeckt, und Leinenstoff (Canvas) gefertigt, in der Original-Ausführung weisen sie einen runden Aufnäher in Knöchelhöhe und zwei mit Nieten versehene Luftlöcher auf der Innenseite auf. Man könnte die Chucks als Erfolgsmodell der Schuhevolution bezeichnen, denn Ihr Aussehen hat sich seit der Markteinführung 1923 kaum geändert, ihr Design wurde allerdings in zahlreichen weiteren Varianten angewendet und ? angesichts des durchschlagenden Erfolgs wenig verwunderlich ? oft kopiert.

Warum aber sind Chucks durchgehend beliebt und bis heute immer noch Bestandteil der Modeszene? Wahrscheinlich aufgrund des rebellischen und lässigen Images, das mit Ihnen verbunden wird. Nicht nur Basketballer trugen die Chucks, sondern auch Legenden die Legenden der Kunst und Kulturszene, die im Amerika der ausgehenden 50er Jahre eine Zeitenwende einläuteten: Elvis Presley zeigte sich in Chucks, James Dean mochte sie, die Beach Boys hatten Chucks und Mick Jagger heiratete sogar in (weißen) Chucks. Schließlich wurde die Mode in den 90er Jahren von Grunge-Musikern und Rap-Stars aufgegriffen und selbst für die sonst so nicht-konformistische Punk-Bewegung sind Chucks akzeptables Schuhwerk. Dass Chucks für jedermann und jede Frau zu allen Gelegenheiten eine Option sind, bewies 2007 die Chef-Redakteurin der Vogue, Carine Roitfeld goldene Chucks auf einer Mailänder Modenschau. Aus der Flower-Power Zeit stammt auch die heute noch beliebte Angewohnheit den Leinenstoff mit einer individuellen Bemalung beziehungsweise Beschriftung zu versehen und oft sieht man auch zwei farblich nicht zusammenpassende Chucks an einem Paar Füße.

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